Biographie

Hans Melzer, geboren 1951 in der Nähe von Quedlinburg, lebt seit 1954 in München. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studiert er zu Beginn der 70er Jahre an der Hochschule für Politik in München. Er gründet das Freie Film Forum München (1975) und engagiert sich in der bundesweiten Solidaritätsarbeit für Nicaragua. In dieser Zeit entsteht auch sein erstes Bühnenstück über die Folter anfassen, für das er eine Auszeichnung der Evangelischen Erwachsenenbildung erhält.

Anfang der 80er Jahre absolviert Hans Melzer eine Regieausbildung am Marburger Schauspiel. Anschließend gründet und leitet er das Auswärts Theater München (1983/84), wird Gitarrist und Komponist der Hardcore-Band Stalinsorgel (1984-86) und wechselt von 1986-1988 in die Werbebranche.

1990 konzipiert und leitet er das mehrtätige bundesweite Festival Eine Welt für alle, in Zusammenarbeit mit Unicef, Caritas, Brot für die Welt, Landeshauptstadt München und ARD. Von den 90er Jahren an Mitarbeit in Filmen und TV-Produktionen, unter anderem für ARD, ZDF, BR, RTL, SRG und ARTE.

Werkauswahl: Selbst unter der Bitterkeit (Gedichte von Otto René Castillo aus Guatemala), Goethe war ein Türke (Preisträger Passauer Scharfrichterbeil), Jagdszenen aus Niederbayern (Neubearbeitung und Regie zusammen mit Martin Sperr), Ausg’schaamdt (Aufsässiges und Erotisches von Oskar Maria Graf), anfassen (Kammeroper zusammen mit Michael Armann), Hel45 (Oper zusammen mit Michael Armann), Heimatglied (Bühnencollage zu Ludwig Ganghofer), In Stahlgewittern von Ernst Jünger (Sprachinseln), 4 Stunden in Chatila von Jean Genet (Bühnenbearbeitung).